Travelguide London und Olympus Pen Kamera Review

 

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London stand schon ewig auf meiner Liste und endlich kann ich einen Haken machen. Mit Miri hatte ich die perfekte Reisebegleitung dabei, denn der alte Weltenbummler ist schon ein richtiger Londonprofi.

 

Mit jemandem zu reisen, der die Stadt schon kennt, hat viele Vorteile. Wir werden euch in diesem Post jetzt unsere gemeinsamen Erfahrungen und Tipps schildern - meine Sicht aus der Entdeckerperspektive und Miris Tipps aus ihrem jahrelangen Erfahrungsschatz.

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Anreise und Gepäck

 

Fangen wir an mit der Anreise, die wirklich ganz unkompliziert war. Ein Flug nach London ist nicht sehr teuer - am günstigsten reist man, wenn man den Flughafen Stansted wählt und dann von dort aus mit dem Bus in die Innenstadt fährt. Direkt am Flughafen gibt es mehrere Buslinien, die die Strecke anbieten. Tickets kann man direkt vor Ort oder auch vorher im Internet kaufen. Die Anreise dauert dann etwas länger, aber spart Geld. Oft gibt es sehr günstige Angebote von Ryanair, hier sollte man einfach mal ein paar Tage die Preise vergleichen - die wechseln nämlich fast täglich. Da kann man sogar mal so viel Glück haben, dass man einen Flug mit Handgepäck für 15-30 Euro ergattert. Wir sind diesmal mit Eurowings von Düsseldorf nach London Heathrow geflogen. Dadurch waren wir etwas schneller in der Stadt mit der U-Bahn (Piccadilly Line), der Flug war dementsprechend auch etwas teurer aber immer noch erschwinglich.

 

Wir sind mit Handgepäck geflogen, was für einen Wochenendtrip zwar völlig ausreicht, man dann aber natürlich in seinem Shoppingverhalten recht eingeschränkt ist. Gerade in London findet man unzählige tolle Läden mit Deko und Schnickschnack, den es in Deutschland nicht gibt. Da ist es natürlich dann super schade, wenn man Dinge aus Platzgründen nicht mitnehmen kann. Vielleicht kann man sich ja ein großes Gepäckstück teilen - je nachdem, was ihr so vorhabt.

 

Euro gegen Pfund

 

Man kann Geld gut am Flughafen tauschen - am besten noch in Deutschland, das macht die ganze Sache etwas entspannter. Ihr müsst mit den Preisen ein bisschen aufpassen - ein Pfund ist mehr wert als ein Euro (ein Pfund enstpricht momentan ca. 1,20€) und auch wenn die Preise ähnlich aussehen wie in Deutschland, ist es doch viel teurer. Das vergisst man einfach schnell und schwupps hat man viel zu viel ausgegeben.

 

Unsere Unterkunft

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Unser Hotel war das schönste Hotel, das wir je gesehen hatten - da waren wir uns beide einig. Leman Locke heißt es, ist super stylish eingerichtet und von der Lage auch wirklich gut gelegen. Es liegt im Stadtteil “Whitechapel” und ist zu Fuß nur etwa 10 Minuten von der Tower Bridge und der Themse sowie dem Skygarden entfernt. Schaut euch mal die tollen Bilder im Internet an, für DIE Ausstattung lohnt sich der Preis wirklich.

 

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Vor Ort

 

Von A nach B kommt man natürlich am besten mit der U-Bahn/ Underground. London ist ganz wunderbar vernetzt. Schon vor der Reise könnt ihr euch eine Oystercard beantragen und nach Hause schicken lassen, die ihr mit Guthaben aufladet und dann bequem einfach immer im U-Bahnhof ein-/ und auschecken könnt.

 

Da Miri in London schon alle Touristenecken kannte, haben wir für mich nur das Schnellprogramm abgespult und waren genau zur richtigen Zeit da - nämlich im schönen Abendlicht.

 

Miri sagt: Am besten macht ihr euch vorher einen groben Plan, welche Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und verteilt diese Orte dann auf die Tage. Es ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert zum ersten Punkt zu fahren und von dort die Stadt zu Fuß zu entdecken - London hat so viel zu bieten! Vor allem entdeckt man so viel mehr, wenn man sich einfach treiben lässt und auch mal in Seitengassen schaut.

 

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Ein Beispiel für eine schöne Route zu Fuß ist zum Beispiel diese: Vom Hotel ging es für uns mit der U-Bahn zum Covent Garden. Nach einiger Zeit sind wir von dort aus durch viele schöne Nebengassen, über die Waterloo Bridge bis zum London Eye gelaufen. Das berühmte Riesenrad konnte man schon aus der Ferne sehen. Vom London Eye ging es dann über die Westminster Bridge zum Big Ben. Vor allem im Abendlicht ist das ein ganz besonderer Anblick.

 

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Was uns bei den vielen Routen durch die Stadt geholfen hat war eine London App, die die Karte offline auf dem Handy bereitstellt. Dort haben wir uns im Vorfeld schon die Orte eingetragen, die wir sehen wollten und konnten uns dann auch ohne Internetverbindung den Weg anzeigen lassen. Wir haben dafür die App “London Reiseführer” von Ulmon benutzt, es gibt aber auch noch zig andere Apps, die die gleiche Funktion bieten. Gut war dabei noch, dass man mit der App auch Restaurants, Cafés etc. in der Nähe raussuchen konnte.

 

Joana sagt: Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, ist die Essensbeschaffung. Bei vielen Restaurants geht ohne Reservierung gar nichts und auch Cafes oder Eisdielen sind oft ziemlich voll. Wir haben dann einfach spontan nach kleinen Läden in Seitenstraßen geschaut, aber das Angebot ist in anderen Städten (ein Hoch auf Antwerpen!) einfach viel besser. Bevor sich jetzt jemand empört: Das war jetzt nur mein erster und persönlicher Touri Eindruck, ich habe nur meine ersten Erfahrungen mit anderen Städten wie Amsterdam oder Antwerpen verglichen…

 

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Miri sagt: Was ich euch zum Frühstück empfehlen kann, ist Avocado Toast, Porridge oder Ähnliches im Café “the attendant”, oder aber Pancakes bei “Breakfast club”.

 

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Miri sagt: Was auf jeden Fall ein Highlight bei unserem Trip war, war das Frühstück in der “Darwin Brasserie” im Skygarden mit einem unglaublichen Ausblick auf die Stadt. Aber Achtung, hier müsst ihr unbedingt früh genug reservieren! Wir hatten Glück und konnten den letzten freien Tisch um 08:00 Uhr morgens ergattern - das frühe Aufstehen hat sich aber auf jeden Fall gelohnt und so hatten wir auch mehr vom Tag.

 

 

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Miri sagt: Für eine kleine Pause zwischendurch gibt es viele schöne Cafés in der Stadt verteilt. Was uns sehr gut gefallen hat, war das “Soho Grind”. Von den Grind Cafés gibt es auch mehrere in London verteilt. London hat außerdem viele ausgefallene Snacks zu bieten, wie z.B. eine Bubblewaffle von “nosteagia”:

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Joana sagt: Mittags haben wir uns spontan nach einem Restaurant in einer Nebengasse umgeschaut. Unsere Wahl fiel dann auf “Burgers&Cocktails” -  was in Ordnung war, aber wir haben beide schon bessere Burger gegessen und die Kellner waren ein wenig desinteressiert. Wir haben gefragt, ob wir mit Karte zahlen könnten und nach einem "ja klar" kam niemand wieder und wir haben dann unser Bargeld zusammengekratzt und es auf dem Tisch liegen lassen. Generell macht man das anscheinend häufiger so, das kenne ich aus Deutschland nicht so und hat mich immer ein wenig verunsichert.

 

 

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Miri sagt: Von einem anderen Trip nach London kann ich euch noch “Homeslice Pizza” ans Herz legen. Man kann sich einzelne Pizzastücke bestellen oder eine riesige Pizza teilen und sie halb-halb belegen lassen. Sie werden im Holzofen gebacken und auf einem riesigen Holztablett serviert. Auch “Pizza East” und “the Refinery” sind empfehlenswert.

 

Joana sagt: Abends waren wir vom vielen Laufen dann so kaputt, dass wir uns im Supermarkt Pizza, Bier und Chips geholt haben - denn auf dem Hotelzimmer hatten wir eine eigene kleine Küche und Apple TV. Hach, dieses Hotel… Eine kleine Sache wäre da noch - wir hatten ein nur eine Bettdecke. Für ein Pärchen absolut in Ordnung, aber wenn Miri und ich jetzt nicht so ein vertrautes und freundschaftliches Verhältnis hätten, wäre das für zwei Kollegen schon etwas seltsam. Vielleicht kann man das bei der Buchung nachfragen, es gibt bestimmt auch andere Zimmer oder eine zweite Decke.

 

Shopping in London

Beim Shopping könnt ihr euch (je nach Koffervolumen) richtig austoben. Hier sind unsere liebsten Straßen und Läden, die wir euch gern weiterempfehlen würden.

 

Miri sagt: Ein absolutes Muss ist auf jeden Fall die Hauptshoppingmeile in der Oxford Street - dort findet man eigentlich alles, was das Herz begehrt. Von dort aus kann man auch die angrenzende Regent Street entlang laufen, wo dann die hochpreisigen Läden zu finden sind, bis hin zum Piccadilly Circus (Achtung: Hier ist es vor allem im Dunkeln eindrucksvoll mit den vielen Lichtern der Werbetafeln, tagsüber sieht es eher unscheinbar aus). Oxford- und Regent Street kann ich euch auch vor allem in der Weihnachtszeit (Ende November bis Anfang Januar) ans Herz legen, da die ganzen Straßen dann voll mit schönen Lichtern geschmückt sind, was auf jeden Fall beeindruckend ist.

Mein absoluter Favorit zum Shoppen, Kaffee trinken, Essen gehen oder einfach den Straßenkünstlern zusehen ist Covent Garden. Die Atmosphäre und die kleinen süßen Läden dort sind einfach toll und sehr inspirierend.

 

 

Wenn ihr Flohmärkte liebt, seid ihr beim Camden Market bestens aufgehoben - ein Paradies!

 

 

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Absolut sehenswert ist auf jeden Fall auch der Stadtteil “Notting Hill”. Dort einfach die Portobello Road entlang laufen und sich von den schönen bunten, pastellfarbenen Häusern und den vielen kleinen Krimskrams-Läden inspirieren lassen. Ganz am Ende gibt es auch einen tollen Streetfood Markt. (Achtung: Lasst euch von den angeblichen Antiquitäten Läden mit Weltkarten und Co nicht täuschen. Die sind super hübsch, aber nicht original vintage und dafür ziemlich teuer).

 

Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Überquerung der riesigen Tower Bridge und ein Spaziergang an der Themse.

 

 

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Am Schluss möchten wir noch etwas über unsere Kameras erzählen, denn wir waren beide mit unserer Olympus Pen E-PL7 unterwegs.

 

Objektive 

Festbrennweiten 17mm 1,8 und 45mm 1,8. Die Fotos im Post wurden alle mit dem 17mm aufgenommen, allerdings sind hier und da auch ein paar Handybilder dazwischen.

 

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Joana sagt (als gelernte Fotografin): Ganz klar - an die große Spiegelreflexkamera mit Festbrennweite kommt die kleine natürlich nicht ran, die Bilder sind für diese Minigröße und den Preis im Vergleich zur Profikamera wirklich, wirklich gut. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen macht das kleine Ding sogar im Automatikmodus erstaunlich gute Bilder. Ich ziehe in der Nachbearbeitung zwar immer noch Kontraste und Helligkeit enorm an, aber die Auflösung und die Schärfe sind großartig.

 

Bei dem Objektiv müsst ihr aufpassen - lasst euch nicht dieses Standard Ding anquatschen, was oft schon als Starter Set angeboten wird. Zoomobjektive sind NIE so gut wie eine Festbrennweite - ich hoffe ihr verzeiht, wenn ich technisch jetzt nicht ins Detail gehe, um das zu erklären.

 

Mit den beiden genannten Objektiven könnt ihr zwar nicht zoomen, aber habt eine Blende von 1,8 - ihr könnt also auch bei Dämmerlicht fotografieren und bekommt wunderschöne Bokehs (dieses schöne unscharfe kreisförmige Geglitzer im Hintergrund). "Nicht zoomen? Wie soll das denn gehen?" Das geht gut, einfach die Beine dazu bewegen - nach vorne oder nach hinten laufen. Das 17mm Objektiv eignet sich perfekt für Städtetrips - klar kann man damit kein Panorama aufnehmen, aber man kann halt nicht alles haben. Von einem “Allround” Objektiv träumt jeder Fotograf, das wäre aber entweder unbezahlbar oder unschleppbar. Das 45mm 1,8 Objektiv ist mehr was für die Detailliebhaber und Portraitfotografen, weil man damit näher ran (näher ran heißt: ihr steht weiter weg, habt aber einen nahen Bildausschnitt) kommt. Bei Städtetrips hat man da allerdings dann oft das Problem, dass das Gebäude, vor dem man steht, einfach nicht ganz drauf passt.

 

Fazit: Tolle Kamera für Reisen und Hobbyfotografen - aber kein Kameraersatz für Berufsfotografen, die z.B. Hochzeiten fotografieren.

 

Viele weitere Fotos seht ihr auf unseren Instagram Kanälen @joanaslichtpoesie und @miam_.

 

Wir hoffen, euch hat der Post gefallen und wir wünschen euch eine tolle Zeit in London!

 

Joana & Miri

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