15% Shopping-Tage: Nutze den Code SHOPPINGTAGE_15 und spare bis 9. Oktober.

Wieso, weshalb, warum: Papiermangel, erhöhte Preise und verlängerte Lieferzeiten

onod_2204_Blogbeitrag_Papiermarkt

Am Papiermarkt tut sich seit Jahren einiges, nur leider nichts Gutes. Wir möchten ganz transparent darlegen, wieso auch wir nicht immun gegen die Folgen der Rohstoffknappheit sind.

onod_2204_Blogbeitrag_Papiermarkt_headline_01

 

Seitdem die Corona-Pandemie unser alltäglicher Begleiter ist, wirkt sie sich auch global auf die Wirtschaft aus. Der Rohstoffmarkt ist einer von vielen Bereichen, an dem die Lahmlegung von Produktionsstätten tiefe Furchen und verheerende Konsequenzen mit sich zieht. Der wirtschaftliche Stopp in vielen Import- und Produktionsländern sorgt unter anderem für Lieferengpässe von Holz, Papier und Zellstoff. Zwar wurden in den vergangenen Monaten viele Stätten wieder in Betrieb genommen, doch das unterschiedlich schnelle wirtschaftliche Auffahren sorgt für die Entstehung von Auftrags-Stau und (sehr teurem) Konkurrenzkampf an wiederaufgenommenen Schlüssel-Punkten.

Corona ist nicht die alleinige Ursache für Mehrkosten durch Wettbewerb und gestiegene Transportkosten. Der durch die Digitalisierung seit Jahren zurückgehende Gebrauch von Papier sorgt für weniger Altpapier, welches die Grundlage der Papierherstellung bildet. Ein Umstieg auf Zellstoff für Frischfaser ist für Deutschland kaum Option, da China diesen Markt beherrscht und bereit ist, sehr viel mehr Geld als die Konkurrenz für Zellfaser auszugeben.

Diese Entwicklung ist nicht so unvorhersehbar gewesen, wie die plötzlichen Papier-Preisanstiege, die nun Produktionsstätten, Druckereien, Weiterverarbeitende (wie Heinen Lovebrands GmbH) und die Endkund*innen verzeichnen müssen. Bis vor einigen Wochen ging man noch davon aus, dass sich die Negativentwicklung “weg regulieren” wird. Doch nun, insbesondere in Anbetracht des Krieges in der Ukraine und den verhängten Sanktionen gegen Russland, wird immer klarer, dass dies nicht der Fall ist. Die Ukraine und Russland sind/waren bedeutende Rohstofflieferanten für den deutschen Papiermarkt – Papierfabriken schließen, können nicht produzieren/liefern oder sind keine Option mehr; die Transportkosten und die Energiekosten der gesamten Lieferkette sind extrem angestiegen. Mit dieser Aussicht muss nun gehandelt und an allen Stellen an der Preisschraube gedreht werden, um den Papiermarkt-Betrieb am Laufen zu halten.

onod_2204_Blogbeitrag_Papiermarkt_headline_02

 

Lieferverzögerung: Rohstoff für die Papierproduktion ist Mangelware und Papier dementsprechend hart auf dem Markt umkämpft. So wie die Produktion es erlaubt, erhält jeder Papier-Großhändler ein Kontingent von den Papierfabriken zugewiesen, was dann an die Druckerei verkauft wird, um eine möglichst faire Papierverteilung auf dem Markt zu erlangen. Ist dieses Kontingent ausgeschöpft, können keine Druckaufträge mehr ausgeführt werden. Auswirkung am Beispiel eines Odernichtoderdoch-Kalenders: Wir planen unsere Kollektionen und wissen, dass wir Menge x Blatt Innenseiten und ein Hardcover in unserer gewünscht hohen Qualität für einen Kalender benötigen. Diese Angaben leiten wir nach dem internen Design an unsere lokale Druckerei weiter. Die Druckerei stellt anschließend die eigene Papier-Einkaufsliste zusammen und wendet sich an ihre Papierlieferanten. Diese warten noch auf mangelndes Material für die Herstellung. Die Druckerei kann also nicht loslegen, wie im eigenen Auftragsplan vorgesehen und unsere Bestellung nicht pünktlich bearbeiten. Verzögerte Aufträge von anderen Unternehmen müssen gegebenenfalls aufgeholt werden, sobald Papier verfügbar ist und schiebt uns auf die Warteliste. Folge: Unser bestellter Kalender schafft es erst (weit) nach dem geplanten Verkaufsstart in unser Lager.

Preiserhöhung: Unsere Kalender haben ohnehin wenig Spielraum durch hochwertige Materialien. Der Anstieg der Energiekosten und gestiegenen Produktionskosten durch Corona, Krieg und Mangel an Altpapier können nicht durch uns abgefangen werden und müssen auf alle Stellen der Lieferkette aufgeteilt werden. Die Produktionsstätten zahlen mehr für Rohstoffe, Druckereien zahlen mehr für Papier, Weiterverarbeitende (Heinen Lovebrands GmbH) zahlen mehr für den Druck, Endkund*innen zahlen mehr für das fertige Produkt. Wir prüfen unsere Produkte in den Marken und im Verlag individuell und entscheiden, in welchem Maße eine Preiserhöhung erforderlich ist, um die entsprechenden Produkte weiterhin produzieren und anbieten zu können. Dies ist abhängig von Papierart, -dicke, -qualität und natürlich der aktuellen Preise, die wir von unseren Druckereien gespiegelt kriegen.

Betroffene Produkte in unserem Unternehmens-Kosmos: Schreibwaren, Verlagsprodukte (Bücher, Magazine, Taschenbücher), Packaging (Umverpackung/Versandkartonage, Recycling-Füllmaterial, Banderolen, Sticker, Etiketten), Einzelhandel Packaging/Versandmaterial.

onod_2204_Blogbeitrag_Papiermarkt_headline_03

 

Vorerst ist eine Entspannung der Lage auf dem Papiermarkt nicht absehbar. Was bedeutet, dass wir auch langfristig umdenken müssen und wollen. Wir setzen in den kommenden Kollektionen in unseren Marken beispielsweise zunehmend auf digitale Zusatzprodukte oder bieten gar haptische Planer auch als digitalen Download zum Bearbeiten an. Ebenso werden unsere Kollektionen kleiner. Nicht jede witzige und spontane Idee kann mehr in Papier-Produkte verwandelt werden. Unsere Unternehmensidentität beruht jedoch ganz klar weiterhin auf Papeterie und Buchprojekten und um diese zu schützen und weiterhin zu realisieren, stehen wir in engem Austausch mit unseren Münsterland-Druckereien und arbeiten an Lösungen, die für alle Parteien (Druckerei, Heinen Lovebrands und Kundschaft) vertretbar sind.

Momentan gibt es leider noch keine Musterlösung, aber wir bleiben zuversichtlich!

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.